Unterstützungsangebot des Seiteneinstiegs
Senior-Mentoring erklärt
Das Senior-Mentoring ist ein freiwilliges Unterstützungsangebot für Lehrkräfte im Seiteneinstieg im Rahmen der Pädagogischen Einführung (PE) in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist die individuelle, vertrauensvolle Begleitung und Stärkung während der beruflichen Eingewöhnung.
Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte im Seiteneinstieg während der PE, Absolventinnen und Absolventen des Programms „Internationale Lehrkräfte fördern“ (ILF) sowie an pensionierte oder ehemalige Lehrkräfte und Fachkräfte, die sich als Senior-Mentorinnen oder Senior-Mentoren engagieren möchten.
Beratung auf Augenhöhe – individuell und vertrauensvoll
Senior-Mentorinnen und Senior-Mentoren begleiten individuell und vertraulich durch Einzelgespräche, Unterrichtshospitationen, Reflexionsgespräche oder Fachberatungen. Die Beratung erfolgt außerhalb von Bewertungskontexten und basiert auf gegenseitigem Vertrauen.
Senior-Mentorin und Senior-Mentor sind pensionierte oder aus dem Schuldienst ausgeschiedene Lehrkräfte, Fachleitungen, Mitglieder von Schulleitungen oder der Schulaufsicht. Sie bringen pädagogische Erfahrung mit und möchten ihr Wissen an neue Lehrkräfte im Seiteneinstieg weitergeben.
Interessierte Teilnehmende der Pädagogischen Einführung (PE) oder potenzielle Mentorinnen und Mentoren wenden sich direkt an das LAQUILA. Nach Prüfung der Voraussetzungen und in Abstimmung mit dem zuständigen ZfsL wird ein passendes Tandem („Couple“) gebildet. Die Zusammenarbeit basiert auf einer Einsatzvereinbarung, in der Rahmenbedingungen und Umfang festgelegt sind.
Das Mentoring richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden und kann unter anderem folgende Themen umfassen:
- Unterrichtsgestaltung und Differenzierung
- Classroom-Management und Konfliktlösung
- Reflexion des eigenen Unterrichts
- Beratung bei schulorganisatorischen Fragen
- Kommunikation mit Schülerinnen, Schülern und Eltern
Die Gespräche finden vertraulich und außerhalb von Bewertungssituationen statt.
Das Mentoring kann über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten erfolgen. Davon sollen mindestens 6 Monate während der PE stattfinden. Innerhalb dieses Zeitraums sind bis zu 30 persönliche Kontakte zwischen Mentee und Mentorin oder Mentor möglich – in Form von Gesprächen, Hospitationen oder Fachberatungen.
Ja. Für die Tätigkeit als Senior-Mentorin oder Senior-Mentor wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Die Höhe und Bedingungen sind Teil der Einsatzvereinbarung und werden über das LAQUILA geregelt.
Zur Qualitätssicherung werden jährlich zwei Arbeitstreffen organisiert: ein landesweites Online-Treffen und ein regionales Präsenztreffen. Zudem werden Rückmeldungen aller Beteiligten systematisch ausgewertet und fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Programms ein.