Qualitätssicherung der Lehrerausbildung in der ersten Phase

Metallskulptur mit dem Schriftzug „UNIVERSITÄT“ auf einer Grünfläche

Qualität sichern – von Anfang an

Die Qualitätssicherung in der ersten Phase der Lehrerausbildung – dem universitären Lehramtsstudium – ist ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlich verstandenen Ausbildungssystems. Auch in dieser frühen Phase ist das LAQUILA aktiv eingebunden: Es bringt seine bildungs- und prüfungsbezogene Fachkompetenz in Prozesse ein, die die Qualität der lehramtsbezogenen Studiengänge dauerhaft sichern und weiterentwickeln.

Ein zentrales Instrument dieser Qualitätssicherung ist das Verfahren der (Re-)Akkreditierung von Lehramtsstudiengängen. In diesen Verfahren wird überprüft, ob Studiengänge den bundesweiten Standards sowie den spezifischen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen entsprechen. Vertreterinnen und Vertreter des LAQUILA wirken in diesem Zusammenhang als Mitglieder von Gutachtergruppen mit und bringen ihre Expertise zur Lehrerausbildung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie zur Umsetzung der Praxisphasen gezielt ein.

Besonders im Fokus stehen dabei die ländergemeinsamen Anforderungen an die Bildungswissenschaften, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken sowie die konkrete Ausgestaltung der Praxiselemente: das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP), das Berufsfeldpraktikum im Bachelorstudium und das Praxissemester im Master of Education. Durch die Mitwirkung des LAQUILA wird sichergestellt, dass diese Elemente nicht nur formal, sondern auch inhaltlich angemessen umgesetzt werden – und auf die zweite Phase der Lehrerausbildung sinnvoll vorbereiten.

Darüber hinaus unterstützt das LAQUILA die zuständigen Behörden bei der Anerkennung von Abschlüssen aus dem In- und Ausland, wenn diese für eine Lehramtsbefähigung relevant sind. So trägt das Landesamt auch zur Öffnung und Vergleichbarkeit lehramtsbezogener Ausbildungswege bei.

Perspektivisch: Ausbau der Zusammenarbeit mit Hochschulen

Das LAQUILA verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit mit den lehrkräftebildenden Hochschulen weiter auszubauen. Neben der Mitwirkung in Akkreditierungsverfahren sollen künftig auch regelmäßige Austauschformate mit Zentren für Lehrerbildung (ZfL) sowie Abstimmungen zu inhaltlichen Schnittstellen zwischen erster und zweiter Phase etabliert werden.

Geplant ist zudem, auf Basis von Daten und Erfahrungen aus der Staatsprüfung, Rückmeldungen aus dem Vorbereitungsdienst sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen gemeinsam mit den Hochschulen Qualitätsdialoge zu Studieninhalten, Praxisbezug und Übergangsstrukturen zu führen. So soll eine stärker verzahnte, evidenzgestützte und professionsorientierte Lehrerausbildung entstehen, bei der beide Phasen besser aufeinander abgestimmt sind.

Mit diesen Schritten möchte das LAQUILA dazu beitragen, dass Qualitätssicherung nicht an den Phasengrenzen der Lehrerausbildung endet – sondern als kontinuierlicher Prozess gedacht und gelebt wird.

Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanagements in der ersten Phase der Lehrerausbildung