Qualitätssicherung der Lehrerausbildung in der zweiten Phase

Schulkinder sitzen an Tischen im Klassenraum und heben die Hand, während eine Lehrkraft vorne steht.

Die zweite Phase der Lehrerausbildung – der Vorbereitungsdienst – ist eine zentrale Etappe auf dem Weg zur professionellen Lehrkraft. Um eine landesweit einheitliche, qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung sicherzustellen, übernimmt das LAQUILA zahlreiche Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung. Diese reichen von der Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen über die fachliche Begleitung der Ausbildungspraxis bis hin zur Auswertung und Analyse von Ausbildungs- und Prüfungsdaten.

Professionalisierung von Beginn an – Senior Mentoring

Ein wichtiger Baustein im Bereich der Qualitätssicherung ist das Senior Mentoring. Es richtet sich an Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die ohne reguläres Lehramtsstudium, aber mit beruflicher Erfahrung in den Vorbereitungsdienst starten. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten diese Gruppe in der Anfangszeit besonders intensiv, um sie gezielt bei der Entwicklung professioneller Handlungskompetenz zu unterstützen. Das Senior Mentoring fördert nicht nur individuelle Entwicklung, sondern auch einheitliche Qualitätsstandards in der Ausbildung heterogener Zielgruppen.

Gut vorbereitet ausbilden – Tagung für neue Fachleitungen (NFL)

Auch die Ausbildung der Ausbildenden selbst ist Teil der Qualitätssicherung: Das LAQUILA veranstaltet regelmäßig die Tagung für neue Fachleitungen (NFL). Diese Tagung richtet sich an neue Fachleiterinnen und Fachleiter der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und vermittelt zentrale Inhalte zur Rolle im Ausbildungssystem, zum Aufbau des Vorbereitungsdienstes und insbesondere zur Durchführung der Staatsprüfung. Dabei werden nicht nur organisatorische und rechtliche Grundlagen vermittelt, sondern auch pädagogisch-didaktische Fragen der Ausbildung thematisiert. Ziel ist es, neue Fachleitungen frühzeitig zu professionalisieren und sie auf ihre komplexe Aufgabe als Ausbilder:innen und Prüfer:innen vorzubereiten.

Mit Daten Qualität sichern – Statistik als Steuerungsinstrument

Ein weiterer zentraler Aspekt der Qualitätssicherung ist die systematische Erhebung, Auswertung und Analyse von Ausbildungs- und Prüfungsdaten. Das LAQUILA führt statistische Auswertungen zu verschiedenen Aspekten der Lehrerausbildung durch – etwa zur Anzahl der Lehramtsanwärter:innen nach Schulform und Fach, zu Bestehensquoten der Staatsprüfungen, zur Notenverteilung oder zur Entwicklung von Ausbildungswegen im Seiteneinstieg. Diese Daten ermöglichen eine differenzierte Beobachtung und Bewertung des Ausbildungsgeschehens und liefern wichtige Hinweise für Steuerungsentscheidungen, Weiterentwicklungen und die Qualitätssicherung auf Landesebene.

Qualitätsentwicklung als kontinuierlicher Prozess

Qualitätssicherung wird im LAQUILA als kontinuierlicher Entwicklungsprozess verstanden, der auf Rückmeldungen, Evidenz und professionellem Dialog basiert. In enger Abstimmung mit den ZfsL, den Ausbildungsschulen und dem Ministerium für Schule und Bildung entwickelt das LAQUILA Standards weiter, unterstützt bei der Umsetzung neuer Anforderungen und begleitet Veränderungen mit Blick auf Verlässlichkeit, Professionalität und Innovationsfähigkeit.

So entsteht eine Lehrerbildung, die nicht nur prüft, sondern auch begleitet, stärkt und weiterentwickelt – im Interesse einer starken Schule von morgen.